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Videomischer-Test: Roland V-4 EX im Livebetrieb

| Joachim Sauer
Wenn auf einen Event mehr wie eine Kamera im Einsatz ist und eine Großprojektion zeigen soll was auf der Bühne passiert, benötigt man einen Livemischer. Und wenn man den Aufwand mit mehreren Kameras und Projektion schon treibt – warum soll man dann nicht gleich eine deutlich größere Zielgruppe ansprechen: Mit dem Roland V-4 EX kann man das Mischergebnis ins Interent streamen.



 

Zum Anschluss der Live-Quellen oder Zuspielgeräte hält der V-4 EX vier Eingängee bereit, obwohl er intern nur zwei Kanäle verarbeitet. An den Eingängen eins bis drei lassen sich Composite- (FBAS/BNC) oder HDMI-Quellen anschließen. Diese Eingänge erlauben dennoch keine HD-Auflösung, sondern maximal 480p oder 576p. Eingang vier steht für HDMI, RGB/Composite oder S-Video zur Verfügung und unterstützt die Full-HD-Auflösung sowie RGB bis zu WUXGA (1920 x 1200), auch wenn der Mischer intern mit 576p-Signalverarbeitung, also SD-Auflösung arbeitet. Als Ausgänge bietet der Mischer HDMI, RGB/Component oder SD-Composite mit einem zusätzlichen HDMI-Ausgang für einen externen Monitor. Die Ausgabe kann auf 1080p hochskaliert werden. Dank HDCP-Unterstützung kann man Copyright-geschütztes Material von Spielkonsolen oder Blu-ray in die Live-Produktion mischen.

Zur Vorschau des Misch-Ergebnisses bietet der Mischer nun neben einem eigenen HDMI-Ausgang, der einen Split der vier Zuspielquellen zeigt, einen kleinen integrierten Monitor, der auf Berührung reagiert und somit auch für die Bedienung herhalten kann. Er reagiert aber vergleichsweise träge, so dass die Bedienung über die Tasten mit ihrem sauberen Druckpunkt viel komfortabler klappt.

  01 roland v-4ex Zum Anschluss der Live-Quellen oder Zuspielgeräte hält der V-4 EX vier Eingängee bereit, obwohl er intern nur zwei Kanäle verarbeitet. 03 roland v-4ex Der klare Pluspunkt des Mixers ist die Streaming-Funktion, die er vom VR-3 geerbt hat.

Gut, dass man nun Audio und Video synchronisieren kann, wobei die Verzögerung des Videosignals bei Großprojektion doch sehr deutlich ausfällt. Das ist im Livebetrieb bei Events gerade noch zu verschmerzen. Der klare Pluspunkt des Mixers ist die Streaming-Funktion, die er vom VR-3 (hier bereits getestet) geerbt hat. Er kann via USB-Buchse einen PC per WDM-Treiber mit einem Videosignal versorgen. Einmal am Rechner angesteckt, wird er dort sofort in der Gerätesteuerung erkannt und kann von jedem Video- oder Streamingprogramm als Signalquelle akzeptiert werden. Im Test stürzte das Schnittprogramm Magix Video Pro X5 leider stets ab, das VideoStudio Pro X5 sowie Skype arbeiteten dagegen anstandslos mit dem Treiber zusammen. Schwer zu sagen, wer Schuld an einer solchen Inkompatibilität hat. In jedem Fall konnten wir mit dem Mixer eine Liveaufzeichnung per PC machen – das Ergebniss sehen Sie hier.

(jos)

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